Hiroshima und Nagasaki mahnen: Atomwaffen ächten!

Veröffentlicht am 07.08.2015 in Bundespolitik

Heute, 70 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki, existieren immer noch rund 16 000 Atomwaffen weltweit. 1800 Atomwaffen werden in den US- und russischen Arsenale in höchster Alarmbereitschaft gehalten und können binnen weniger Minuten Millionen von Menschen umbringen.

Jüngst wurde ich von einem Studenten während einer Vorlesung gefragt: „Die Politiker sind doch nicht so blöd, dass sie die Atomwaffen tatsächlich einsetzen würden, oder?“ Seine Einstellung ist normal. Wir können nicht glauben, dass jemand mit Absicht einen Atomkrieg beginnen würde. Aber aus Versehen? Mehrmals standen wir in der Geschichte vor dem Abgrund, weil die Frühwarnsysteme Raketenangriffe meldeten. Zum Glück wurden sie als Fehlalarme erkannt oder man entschied, nicht zu reagieren. Doch in Spannungszeiten ist der Menschenverstand nicht immer verlässlich.

Die Ächtung und Vernichtung von Atomwaffen kommt nicht voran:

Die Beziehung zwischen den USA und Russland sind auf einem Tiefpunkt. Seit fünf Jahren wurde nicht mehr über die Reduzierung von Atomwaffen verhandelt und viele wichtige Rüstungskontrollabkommen liegen brach. Dazu kommt der Konflikt in der Ukraine. Präsident Putin lässt demonstrativ wissen, dass er während der Krim- Übernahme Atomwaffen aktiviert hatte. Die NATO übt mit nuklearen Systemen im Baltikum. Die Lage spitzt sich bedrohlich zu.

Dieses Jahr wurde turnusgemäß der Atomwaffensperrvertrag überprüft. Alle fünf Jahre treffen sich die 190 Mitgliedsstaaten und verhandeln darüber, wie der Vertrag umzusetzen ist. Seine Wichtigkeit ist nicht zu unterschätzen. Denn seit seinem Inkrafttreten 1970 hat er nicht nur die Zahl der Atomwaffenstaaten bei weniger als zehn gehalten; er enthält auch in Artikel VI den Schlüssel zur Beendigung der nuklearen Ära. Dieser Artikel verpflichtet alle Parteien zur Abrüstung und sogar zur Verhandlung eines Vertrags, der die Ächtung und Vernichtung aller Atomwaffen regelt. Im Mai 2015 gingen die Mitgliedsstaaten aber nach Ende der Überprüfungskonferenz mit leeren Händen nach Hause. Die Umsetzung des Artikels VI ist keinen Millimeter weiter gekommen.

Die Hiroshima- Überlebenden leiden noch heute

Die heute noch lebenden Überlebenden der Atombombenabwürfe von 1945 werden immer weniger. Sie haben sich dazu verpflichtet, alles in ihrer Macht stehende zu tun, dass niemand künftig etwas ertragen muss, wie sie es mussten und müssen. Denn die Lebenden leiden immer noch: an Leukämie, Blasen- , Brust und Lungenkrebs, Gehirntumoren, Schilddrüsen- und Darmkrebs, Herz- Kreislauf- Erkrankungen, Katarakten, Immunschwächen und Hormonstörungen. Bei Überlebenden werden zudem erhöhte Raten von Erbgut- Schädigungen gefunden, die ihre Nachkommen über Generationen belasten können.

Seit Hiroshima und Nagasaki wissen wir, der Einsatz von Atomwaffen hat katastrophale humanitäre Folgen. Dabei waren die damaligen Atombomben relativ klein im Vergleich zu den Atomwaffensystemen mit Mehrfachsprengköpfen auf ballistischen Raketen von heute. Staatenkonferenzen in Norwegen, Mexiko und Österreich beschäftigten sich jüngst mit den humanitären Folgen und kamen zur Schlussfolgerung: Es gibt keine adäquate humanitäre Hilfe für die Opfer, nicht einmal nach dem Einsatz einer einzigen Atombombe. Nur Prävention kann helfen. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes und weitere humanitäre Organisationen sind derselben Meinung: Die einzige mögliche Antwort ist die Ächtung der Atomwaffen.

 
 

Jennifer Schug 
Stadtverbandsvorsitzende
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