AfB: Zukunft, Sicherheit und Aufstieg durch moderne Berufsbildung ermöglichen

Veröffentlicht am 06.03.2019 in Schule und Bildung

Zur geplanten Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) Ulf Daude:

Seit Jahrzehnten sichert das deutsche Berufsbildungssystem die Ausbildung hochqualifizierten Fachkräftenachwuchses für den Arbeitsmarkt und ist Vorbild für viele Länder rund um den Globus beim Aufbau eigener Ausbildungsstrukturen. Es bedarf hier jedoch grundlegender Anpassungen an aktuelle Bedarfe und Herausforderungen.

Quelle: https://www.spd.de/presse/pressemitteilungen/ vom 01.03.2019

Die Bedeutung der Attraktivität dualer Ausbildungsgänge nimmt in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels beständig zu. Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten gilt es zu steigern, damit die Menschen Sicherheit für ihre Zukunft bekommen und gleichzeitig das Aufstiegsversprechen durch eigenes Engagement und die Anerkennung der persönlichen Leistungen eingelöst wird.

Der Vorschlag des BMBF zur Verbesserung der Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung ist ein guter Ansatz, greift aber deutlich zu kurz. Wenn wir Deutschland als starkes und hochentwickeltes Land auch in Zukunft erhalten wollen, dürfen wir die Berufswelt nicht mehr in akademisch und beruflich voneinander abgrenzen. Vielmehr muss die Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit innerhalb ebenso wie systemübergreifend gestaltet werden. Das Denken von „Häuptlingen und Indianern“ ist von vorgestern und wird dazu führen, dass Deutschland von anderen Ländern überholt wird.

Eine Reform des Berufsbildungssystems muss unter dem Begriff Berufsbildung 4.0 Veränderungen der Arbeitswelt im Zuge der Digitalisierung aufgreifen, neu entstandene Berufsfelder integrieren, neue Formen der Zusammenarbeit gestalten und die individuelle Entwicklung der Menschen in der Berufsbildung in den Mittelpunkt stellen.

Deshalb hat die Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) folgende zwölf Anforderungspunkte an ein neues BiGG formuliert:

  • die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung, die alle Berufsausbildungen attraktiv macht – das ist die Grundlage, dass Talente und Interessen junger Menschen im Vordergrund stehen
  • klare Regelungen der Qualität des beruflichen Ausbildungssystems zu dualen Studiengängen und schulisch-betrieblichen Ausbildungen, wie zum Beispiel in Erziehungs-, Pflege- und Gesundheitsberufen
  • Gleichwertigkeit und Anschlussfähigkeit von beruflicher und akademischer Bildung durch klare Anerkennungskriterien muss gefördert werden
  • mehr Durchlässigkeit und dadurch mehr Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der Berufsbildung wie auch systemübergreifend zur akademischen Bildung
  • echte Lernmittelfreiheit
  • die Möglichkeit zur Teilzeitausbildung
  • rechtzeitige Informationen zur Weiterbeschäftigung im Ausbildungsbetrieb
  • die Modernisierung der Berufsschulen im Rahmen regionaler Netzwerke
  • die Einbeziehung der Sozialpartner
  • Drittelparität der Prüfungsausschüsse
  • Freistellungsmöglichkeiten für Prüfungsausschussmitglieder und Weiterbildungsansprüche für Prüfende
  • Weiterbildung als gleichrangigen Bereich

Quelle: https://www.spd.de/presse/pressemitteilungen/ vom 01.03.2019

 
 

Homepage SPD Rhade

Jennifer Schug 
Stadtverbandsvorsitzende
stadtverband@spd-dorsten.de

Friedhelm Fragemann
Ratsfraktionsvorsitzender

fraktion@spd-dorsten.de

Termine

Alle Termine öffnen.

27.08.2019, 19:00 Uhr Vorstandssitzung OV Altstadt

27.08.2019, 20:00 Uhr - 22:00 Uhr Mitgliederversammlung
Wir sprechen über aktuelle politische Themen in Altendorf-Ulfkotte

Alle Termine

Counter

Besucher:3317684
Heute:117
Online:5

SPD Stadtverband

Halterner Straße 28
46284 Dorsten
Tel.: 02362 / 98140
Fax: 02362 / 98141
E-Mail: stadtverband@spd-dorsten.de

Öffnungszeiten SPD-Bürgerbüro
Montag bis Freitag:
9:00 - 12:00 Uhr

SPD Ratsfraktion

Halterner Straße 28
46284 Dorsten
fraktion@spd-dorsten.de

WebsoziInfo-News

23.08.2019 10:09 Thorsten Schäfer-Gümbel im Interview
„Vermögensteuer wird keine Arbeitsplätze gefährden“ Das Interview auf rp – https://rp-online.de/politik/deutschland/kommissarischer-spd-chef-thorsten-schaefer-guembel-vermoegensteuer-wird-keine-arbeitsplaetze-gefaehrden_aid-45256001

21.08.2019 16:14 Soli: Koalition hält Wort und entlastet Millionen von Bürgerinnen und Bürgern
Von 2021 fällt der Solidaritätszuschlag für mehr als 90 Prozent aller Steuerzahler weg. Achim Post erläutert, warum die SPD-Fraktion aber will, dass die absoluten Top-Verdiener weiter ihren Beitrag leisten sollen. „Mit dem heute im Kabinett auf den Weg gebrachten Gesetz zur weitgehenden Abschaffung des Soli hält die Koalition Wort und entlastet Millionen von Bürgerinnen und

21.08.2019 16:13 Steigende Anerkennungszahlen belegen den Erfolg des Anerkennungsgesetzes
Heute veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen: Seit Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes haben sich die jährlichen Antragszahlen verdoppelt. Insgesamt wurden etwa 140.700 Anträge in den Jahren 2012 bis 2018 gestellt. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung, es müssen aber noch weitere Maßnahmen ergriffen werden. „Die steigenden Anerkennungszahlen belegen den Erfolg des Anerkennungsgesetzes und das große

21.08.2019 16:12 Brexit: Johnson will offenbar nicht aus der Rolle des Populisten heraus
SPD-Fraktionsvizechef Post stellt klar: Das, was der britische Premier als Verhandlungsangebot bisher an die EU übermittelt hat, sind Wünsch-Dir-Was-Ideen, die nichts mit der realen Verhandlungskonstellation zu tun haben.  „Bei Boris Johnson hat man leider den Eindruck, dass er nicht aus der Rolle des Populisten heraus will – oder es gar nicht kann. Das, was er als

18.08.2019 17:31 Abbau des Soli darf kein Entlastungsprogramm für Millionäre sein
SPD-Fraktionsvize Post stellt klar, unter welchen Bedingungen die SPD-Fraktion zu einer kompletten Abschaffung des Solidaritätszuschlags bereit wäre: höhere Einkommen- und Reichensteuer für Topverdiener.  „Wir sollten in der Koalition jetzt das machen, was wir gemeinsam vereinbart haben und den Soli für 90 Prozent der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler abschaffen. Das ist kein Pappenstiel, den wir da planen,

Ein Service von websozis.info