Die Woche der Brüderlichkeit – Dem Antisemitismus entgegentreten

Veröffentlicht am 13.03.2019 in Presse

Christlich-jüdische Zusammenarbeit ist weiter dringend nötig – Journalisten tragen eine wichtige Mitverantwortung

 

Alljährlich, übrigens seit 1952, findet im März die Woche der Brüderlichkeit statt. Christen und Juden diskutieren dann über eine fruchtbare Zusammenarbeit und erinnern auch an den Holocaust, der mit unfassbarer deutscher Brutalität Millionen Opfer gefordert hat. Im Landesmuseum Oldenburg ist ein Zeitungsausschnitt von 1938 ausgestellt, der auf unglaubliche Art und Weise dokumentiert, wie Hetze auch durch verantwortungslose Journalisten transportiert wurde. Siehe Foto. Daran wird deutlich, welche Verantwortung Journalisten zu jeder Zeit tragen. Sie können mit Fake -News manipulieren, sogar  zur Pogromstimmung auffordern.

Der Text einer Wilhelmshavener Zeitung (Nov. 1938) in Auszügen:

Ein Schandfleck Jevers beseitigt

 … von einer aufs tiefste über den jüdischen Meuchelmord erbitterten Volksmenge wurde in der vorletzten Nacht die Synagoge (in Jever) in Brand gesetzt. Die jüdische Einwohnerschaft, die zum Teil in Schutzhaft genommen wurde, soll dankbar sein, dass unsere mit vollem Recht erbitterte Einwohnerschaft es mit dem Niederbrennen der Synagoge bewenden ließ. Sie war ein Schandfleck unserer schönen Stadt. …

 

Dirk Hartwich

 
 

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