Dorsten – Skandal im Jugendamt?

Veröffentlicht am 02.05.2015 in Jugend

ARD-Monitor mit unglaublicher Recherche – Kind (11) wird nach Ungarn verfrachtet

Entsetzen, ungläubiges Staunen, fassungslose Kommentare. Es sind nicht wenige Dorstener, die am Donnerstagabend den Monitor-TV-Bericht gesehen haben, in dem Dorsten eine negative Hauptrolle spielt.

Die Geschichte in Kurzform: Ein 11jähriger Junge wird vom Dorstener Jugendamt aus der Familie geholt, um das Beste für das Kind, so der Amtsleiter Dietmar Gayk gegenüber den Reportern, einzuleiten. Ein nicht unüblicher Vorgang bei unüberwindbaren Problemen in der Familie. Die Unterbringung in Pflegefamilien oder ortsnahen Heimen war bislang, so die Annahme der Öffentlichkeit, die Regel. Dass aber ein 11-jähriger Dorstener Junge  in ein Heim in Ungarn (!), das eher den Namen Bruchbude verdient, mit einem Erzieher, der diese Berufsbezeichnung weder verdient, noch zu Recht trägt, für 8.000 (!) Euro pro Monat untergebracht wird, das „schlägt dem Fass den Boden aus“. Dietmar Gayk, der verantwortliche Amtsleiter im Dorstener Rathaus, kennt das Heim auf Befragen nicht, sondern hat sich auf die Firma blind verlassen, die für die katastrophale Unterbringung verantwortlich zeichnet. Und jetzt wird es ganz „spannend“. Monitor deckt nämlich auf, dass es mehrere Unternehmen gibt, die z. B. nach Ungarn vermitteln. Darunter das Gelsenkirchener Jugendamt in Person des Leiters und seines Stellvertreters, die eine private Firma (Neustart) in Nebentätigkeit managen und an den Deals mit Ungarn vermutlich nicht schlecht verdienen. Dorsten zahlt an die selbst ausgewählte Vermittlungsfirma für die katastrophale Unterbringung des 11-Jährigen und den Schulbesuch, 2 mal in der Woche, je 2 Stunden, knapp 8.000 (!) Euro monatlich. Es reicht! Wenn sich dieser Bericht so bestätigt, dann ist der Begriff SKANDAL nicht nur gerechtfertigt, sondern es müssen Konsequenzen gezogen werden. Welche? Das ist Aufgabe des Stadtrates, des Kontrollorgans der Verwaltung.

Drängende Fragen an die Dorstener Verwaltung:

  • Wurde das geschilderte Verfahren im Jugendausschuss und/oder dem Rat beschlossen?
  • Sind es finanzielle oder pädagogische Gründe?
  • Wer kannte die Vermittlungsfirma und wer hat sie empfohlen?
  • Sind weitere Dorstener Kinder im Ausland untergebracht?
  • Gibt es eine vertragliche Kooperation mit dem Gelsenkirchener Jugendamt und/oder der in der Reportage genannten Firma Neustart?
  • Was ist geplant, um das Kind sofort aus Ungarn abzuholen?
  • Wer trägt im Rathaus die Gesamtverantwortung?

Eigener Bericht, Grundlage:

http://www.ardmediathek.de/tv/Monitor/Mit-Kindern-Kasse-machen-Wie-Heimkinder/Das-Erste/Video?documentId=28028224&bcastId=438224

 
 

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