Dorsten und seine neue Stadtkrone - Teil 4 und Schluss

Veröffentlicht am 16.08.2018 in Stadtentwicklung

Maria Lindenhof hat eine interessante Geschichte zu erzählen

Mitten in Dorsten, zwischen Kanal und Lippe, erstreckt sich ein Areal, das lange im Dornröschenschlaf lag und jetzt wach geküsst wurde – Maria Lindenhof. Ein äußerst geschichtsträchtiger Fleck mitten in Dorsten. „Dorsten - einst und jetzt“ lautet ein sehr lesenswertes Informationsblatt des „Vereins für Orts- und Heimatkunde Dorsten e. V.“, das wir in mehreren Teilen veröffentlichen. Die Genehmigung für den Text und die Fotos liegen vor. Die Rhader SPD sagt DANKE! Teil 1 ist am 1., Teil 2 am 6. August und Teil 3 am 11. August auf dieser Internetseite erschienen.

Freizeitpark

Der „nicht anwesenden Öffentlichkeit“ übergab Bürgermeister Lampen im Juni 1978 den Freizeitpark, der im westlichen Teil von Maria Lindenhof angelegt wurde. „Unabhängig davon, ob diese Einrichtungen in dieser Stadtlage auch den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen“, so der Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) vom 24. Juni 1978, bot die Stadt damals zwei Kleinfeldspielfelder für verschiedene Ballspiele, einen Kinderspielplatz mit Palisadenburg, eine Rollschuhbahn, die sich auch für das Skateboardfahren eignete, ein Freilichttheater, verschiedene Sitzgruppen, Freiluftschach für Großfiguren und für den Winterspaß eine Rodelbahn an. Insgesamt investierten Stadt und Land seinerzeit 1, 6 Mill. DM in den Freizeitpark, weitere 200.000 DM waren für ein Betriebsgebäude sowie die Erstausstattung mit Sportgeräten vorgesehen. Die in ihn gesetzten hohen Erwartungen als Freizeiteinrichtung für die Erholung suchende Bevölkerung konnte der Park – leider (!) – bis heute nicht erfüllen. Als D2-Maßnahme im Rahmen des Stadtumbauprojektes „Wir machen MitTe“ soll die Gestaltung des ehemaligen Freizeitparks Maria Lindenhof mit rund 2 Mio. Euro ab 2020 gefördert werden.

Bürgerprozess „Stadtkrone“ 2018/19 ...

Für Marion Taube, Kuratorin der von ihr konzipierten „Stadtkrone“, einem ungewöhnlichen künstlerischen Bürger-Prozess, der in den Jahren 2018/19 zur Transformation des ehemaligen Freizeitparks in einen geliebten Park der Zukunft der Umsetzungsplanung vorgeschaltet ist und diese spielerisch anregen soll, ist der Freizeitpark das seit nunmehr vier Jahrzehnten „vergessene Land“ auf Maria Lindenhof. Sie bilanziert und blickt in die (nähere) Zukunft: „Man muss weder Historiker noch Wahrsager sein, um die Gründe für das große „Vergessen“ dieses Areals zu benennen. Eine schleichende Zäsur in den Bereichen Raum, Zuwegung, Infrastruktur und Nutzung sog dem Freizeitpark kontinuierlich die Lebendigkeit und damit jegliche Zuwendung ab: nach und nach massiv zugebaut, damit auch infrastrukturell wie abgeschnitten, nutzungsgemäß im Kontext der Wohnklientel zusehends unerwünscht, Schritt für Schritt rückgebaut und „befreit“ von allem Bewegungsaffinen. Zu guter Letzt gingen auch tatsächlich noch alle Parklichter aus und verschwanden gänzlich von der Fläche. So kehrte die große, gewünschte (?) Friedhofsruhe ein, nur „gestört“ in den letzten Jahren durch die Wiederentdeckung des vermeintlich freien Areals durch die jungen Menschen zum Maifest. Mir als Stadtkronen-Kuratorin sehr willkommen als Zeichen ob des guten Gespürs junger Menschen für die Qualitäten der freien Natur, das sie übrigens mit der älteren Generation teilen. Maria Lindenhofs Geschick als Bürgerpark der Zukunft wird sich elementar daran entscheiden, ob die Bürger dieser Stadt, quer durch alle Generationen, diesen Park in ihrer Mitte als neues Elysium ersehnen. Die Stadtkrone ist die mutige Behauptung dazu, dass die Menschen ihren ‚Central Park‘ missen und einfach nur Ermunterung brauchen, sich diesen Ort wieder anzueignen. Die Stadtkrone ist ein künstlerisches Anregungsmodell, um die Bürger als freie und kreative Geister auf den Plan zu rufen. Im Grunde ist sie eine eigenwillige gesellschaftliche und dazu noch politisch-administrativ getragene Form von Heimatpflege: Stadtentdeckung als historisch herrlich auf den Kopf gestellte Landnahme. „Time will tell.“

Autoren: Martin Köcher, Marion Taube, Josef Ulfkotte. Quellen und Literatur: Stadtarchiv Dorsten

Die Rhader SPD sagt DANKE!

 
 

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