Happy birthday, Karl!

Veröffentlicht am 05.05.2018 in Allgemein

Karl Marx. (Foto: www.pixabay.com)

200 Jahre Karl Marx

Karl Marx ist einer der wichtigsten Denker der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Doch welche Bedeutung haben seine Lehren heute? Zum 200. Geburtstag widmete die SPD dem berühmten Philosophen einen Festakt.

 

Ob als Ökonom, Philosoph, Journalist oder Historiker: Karl Marx prägte Generationen nach ihm und sein Lebenswerk hat bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Karl Marx ist fraglos einer der wichtigsten Vordenker der Arbeiterbewegung und damit untrennbar mit der programmatischen Entwicklung der Sozialen Demokratie verbunden. „Marx ist `in`, sein Werk aktueller denn je“, sagte die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles beim Festakt in Trier.

„Karl Marx hat die Sozialdemokratie geprägt"

Seine Analysen und Gedanken hätten das 20. Jahrhundert wie keine anderen beeinflusst, in Europa und weltweit. „Sie haben die Sozialdemokratie inspiriert und uns die Augen geöffnet für einen realistischen Blick auf das Wesen des Kapitalismus“, so Nahles. Seine scharfsichtigen Analysen seien gerade in Zeiten des digitalen Kapitalismus aktueller denn je.

Heute seien alle Zeugen der Digitalisierung und damit auch der Entstehung einer neuen Produktionsweise, oder eines neuen, nämlich des digitalen Kapitalismus. „Wir stehen am Anfang dieser Entwicklung. Und es ist eine beeindruckende Entwicklung. Die Digitalisierung durchdringt all unsere Arbeits- und Lebensbereiche“, sagte Nahles.

Neben sagenhaften Reichtum, zum Teil weltumspannenden Monopole, genialen Ideen und einer erheblichen Machtkonzentration auf der einen Seite erlebe man auf der anderen Seite neue soziale Verwerfungen und unwürdige Formen der Ausbeutung. „Die Janusköpfigkeit des Kapitalismus, die Marx so treffend beschrieben hat, wird wieder deutlich – und damit eine neue Gestaltungsaufgabe für die Sozialdemokratie“, so Nahles.


„Wir brauchen einen solidarischen globalen Ordnungsrahmen“

Bereits auf dem Wiesbadener Parteitag hatte die SPD-Chefin dargelegt, warum das Prinzip der Solidarität für die Sozialdemokratie handlungsleitend seien sollte wenn es darum geht, neue Regeln für den digitalen Kapitalismus durchzusetzen – und damit den technischen Fortschritt in den Dienst der Menschen zu stellen.

„Der Glaube, dass es immer besser wird, ist aus unserer Welt verschwunden. Es ist möglich, das sich das wieder ändert“, sagte Nahles. „Wenn es uns gelingt, die Regeln für den digitalen Kapitalismus so zu gestalten, dass der faszinierende technische Fortschritt auch tatsächlich den Menschen zu Gute kommt.“ Es gehe um Mechanismen, die alle an den Gewinnen dieser Wirtschaft teilhaben lassen.

„Solidarische Wirtschaftsordnung heißt, dass wir mit Regeln und Rechten diejenigen schützen, die Werte schaffen. Und nicht diejenigen, die die Werte der anderen abschöpfen und verwerten, noch begünstigen.“


Darum geht es, damals wie heute

Es gehe wieder darum, den technologischen Fortschritt in einen sozialen und demokratischen Fortschritt zu übersetzen. Fragen, die sich Marx gestellt hatte, stellten sich dabei heute wieder neu.

Nahles forderte, den digitalen Kapitalismus ein Stückchen mehr in den Dienst des Menschen zu stellen, ihn gesellschaftlich einzubetten und einzuhegen. Es gehe wieder – wie zu Beginn der ersten industriellen Revolution – darum, eine Entwicklung nicht nur hinzunehmen, sondern als menschengemacht zu begreifen und entsprechend auch als von Menschen gestaltbar zu verstehen.


Den digitalen Kapitalismus gestalten

„Es geht um Einhegung, Begrenzung und Regulierung des kapitalistischen Gewinnstrebens durch die Logik des Sozialen und Demokratischen. Es geht darum, den digitalen Kapitalismus in mehr Freiheit zu übersetzen“, betonte die SPD-Vorsitzende.

„Der heutige Tag sollte uns auch in Erinnerung rufen, dass die Sozialdemokratie groß ist, wenn Sie sich große Ziele setzt und diese mit konkreten Schritten versucht zu erreichen. Die Analysen und Gedanken von Karl Marx werden wir dabei ebenso einbeziehen wie die vielen Menschen, die heute versuchen, in seiner Tradition Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit zu finden.“


Marx entdecken

In Trier gibt es zum Geburtstag drei große Ausstellungen, die vom Samstag an offen sind.

  • Das Museum Karl-Marx-Haus, das Geburtshaus von Marx, nimmt in einer neuen Dauerausstellung unter dem Titel „Von Trier in die Welt: Karl Marx, seine Ideen und ihre Wirkung bis heute“ den umstrittenen Denker bis zur Gegenwart in den Blick.

www.spd.de

 
 

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