Heuschrecken destabilisieren deutsche Unternehmen

Veröffentlicht am 21.07.2018 in Arbeit und Wirtschaft

Franz Müntefering hat frühzeitig gewarnt

Thyssen-Krupp wird ausgeplündert. So sehen es nicht wenige Experten, die die Entwicklung des früheren Stahlkochers mit großen Sorgen betrachten. Erst wurde der Vorstandsvorsitzende so lange von ausländischen Investoren, besser als Hedgefonds bekannt, „gemobbt“, bis er hinwarf. Nun folgt der Aufsichtsratschef, der von Psychoterror spricht, dem die bisherigen Macher von Thyssen-Krupp ausgesetzt waren, um die komplette Zerschlagung des ehemaligen Weltkonzerns zu verhindern. Das Ziel der „Heuschrecken“: So schnell wie möglich für das eingesetzte Kapital Dividenden einzustreichen. Ohne Rücksicht auf die Mitarbeiter und das Unternehmen. Die Warnung von Franz Münterfering, dem früheren Vorsitzenden der SPD, dass „Kapital-Heuschrecken dabei sind, unsere Unternehmen ausplündern“, ist heute aktueller denn je. Wer die Geschichte Krupp und insbesondere die von Berthold Beitz, dem langjährigen Generalbevollmächtigten kennt, der nie das Wohl der Mitarbeiter an den deutschen Standorten aus den Augen verloren hat, muss sich große Sorgen um die Zukunft unserer Unternehmen immer dann machen, wenn Hedgefonds mit ihrem schnellen Geld auf der Bildfläche erscheinen. Vielleicht wäre es hilfreich, wenn Mahner wie Franz Müntefering heute von der neuen Politikergeneration gehört werden.

Ein Zwischenruf aus Rhade

 
 

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