Internationaler Frauentag: Viel ist passiert. Viel ist noch zu tun.

Veröffentlicht am 08.03.2018 in Frauenpolitik

Viel ist passiert, seit sich Frauen vor 100 Jahren das Recht erkämpft haben, wählen zu gehen. Vor dem Gesetz sind die Geschlechter gleichberechtigt. In der Realität jedoch sind Frauen immer noch viel zu oft benachteiligt. Es gibt noch viel zu tun. Das machte die designierte SPD-Chefin Andrea Nahles beim SPD-Frauensalon am Internationalen Frauentag deutlich.
 

Auch einhundert Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts sind Frauen nur in der Theorie, aber nicht in der Praxis gleichgestellt. Sie verdienen weniger, haben kleinere Renten und sind seltener Chefs. Noch immer sind es meist sie, die sich um Kinder und Alte kümmern. Sexistische Erniedrigungen und rohe Gewalt gegenüber Frauen sind auch im Deutschland des Jahres 2018 verbreitet.

„Nichts ist für immer.“

Auch in unserem Land sind zuletzt Stimmen lauter geworden, die von Gleichberechtigung wenig halten. Andrea Nahles rief dazu auf, dass Errungenschaften für Frauen immer wieder aufs Neue erkämpft und auch verteidigt werden müssten. „Nichts ist für immer.“

Zugleich kündigte sie einen neuen Führungsstil an. Frauen liege das Wir näher als das Ich.




Rückschritte abwehren

Nahles warf rechten Parteien in Deutschland und Europa vor, die Gleichstellung von Männern und Frauen zurückdrehen zu wollen. Die SPD werde sich denjenigen, die alle frauen- und gleichstellungspolitischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte in Frage stellten und am liebsten abwickeln wollten, entschieden entgegenstellen.


Endlich Gleichstellung erreichen

Großen Handlungsbedarf in Sachen Gleichstellung sieht sie beim Arbeitsmarkt. Frauen und Männer wollten selbstbestimmt leben und Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren können. Die SPD wolle in den ersten einhundert Tagen der Regierung das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit durchsetzen. „Das erste Gesetz, das wir jetzt angehen, ist das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit. Das ist überfällig!“, sagte Nahles. Besonders wichtig ist der SPD-Chefin in spe auch, Sozial- und Pflegeberufe, in denen ja meist Frauen arbeiten, aufzuwerten.

Der Weltfrauentag wurde erstmals am 19. März 1911 auf Anregung der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin in Deutschland und in Nachbarländern begangen. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert.

 
 

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