Mehr als ein Wort zum Sonntag - Wir alle tragen Verantwortung

Veröffentlicht am 24.02.2019 in Allgemein

Ein Schriftsteller und Philosoph zwingt uns zum Nachdenken

„Der Vorleser“, ein beeindruckendes Buch, das wir dem Schriftsteller Bernhard Schlink verdanken. Nun hat der emeritierte Philosophieprofessor im großen Interview mit der ZEIT über unsere gesellschaftspolitische Verantwortung gesprochen. Wir fassen eine Passage kurz zusammen. Sie trifft uneingeschränkt unsere Motivation, für Rhade, Dorsten und seine Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich zu wirken.

  • Der Zusammenhalt der Gesellschaft funktioniert nur, wenn alle Menschen Verantwortung übernehmen
  • Das hilft den Parteien, Schulen, Universitäten, Gewerkschaften, Verbänden, Kirchen
  • Die Gesellschaft wird aber nur dann zusammengehalten, wenn die Bürger sich in den genannten Institutionen engagieren
  • Sie müssen zur Wahl gehen, sich wählen lassen und Mitglied in einer Partei werden
  • Eltern dürfen nicht nur allein ihr Kind sehen, sondern die Schule als Gemeinschaft aller Kinder und Lehrer anerkennen
  • Professoren müssen mehr Wert auf die Bildung ihrer Studenten legen, als sich vorrangig ihrer persönlichen Forschung widmen
  • Sie müssen sich auch in das öffentliche Gespräch einmischen
  • Studenten haben sich auch um Hochschulpolitik zu kümmern
  • Arbeitnehmer sollen nicht die Gewerkschaften für sich arbeiten lassen, sondern auch für die Gewerkschaften arbeiten
  • Gläubige sollten mindestens der Kirche mitteilen, warum sie austreten wollen

Eigener Text auf Grundlage des ZEIT-Interviews mit Bernhard Schlink, „Wofür tragen wir Verantwortung?“, ZEIT Nr. 8, 14. Februar 2019

 
 

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