Schulpolitik nach Gutsherrenart

Veröffentlicht am 28.06.2015 in Bildung & Forschung

Wir sind hier, Wir sind laut, weil man uns die Schule klaut!

Schulpolitik ist in Dorsten ideen- und konzeptionslos. Die  Art und Weise der Schließung von Hauptschulen, die fehlende Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung, der dilettantisch geführte Diskurs zum Thema  Inklusion sind dafür ebenso ein Beleg  wie die jüngste Entscheidung zur Schließung der Wichernschule.  Wenn dann noch Kinder und Eltern verschiedener Schulformen gegeneinander ausgespielt werden und  die Gunst der Stunde genutzt wird,  indem handstreichartig  eine Berichtsvorlage mit einem Beschlussvorschlag  versehen wird, dann verkommt kommunale Schulpolitik zu einem reinen Machtpoker.

Ich meine, eine Stadt die finanziell am Ende ist, darf nicht noch obendrein ihr einzig verbleibendes Kapital verspielen. Das sind die Ressourcen  Schule und Bildung. Dabei spielen die Grundschulen für die weitere Entwicklung der Kinder eine ausschlaggebende Rolle. Schon seit Jahren machen in Dorsten weniger Schüler Abitur als in anderen  NRW – Regionen. Kinder von Arbeitern, Ausländern und Migranten sind da besonders benachteiligt.
Vor diesem Hintergrund ist die Schließung der Wichernschule nicht verantwortbar.

Für die SPD Wulfen

Dr. Hans-Udo Schneider

 
 

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