Tablets für alle Schulkinder in Dorsten - Eltern müssen leasen

Veröffentlicht am 14.01.2020 in Schule und Bildung

Endlich soll die Digitalisierung in die Dorstener Schulen Einzug halten. Ein längst überfälliger Schritt, den wohl jeder begrüßt! Denn jahrelang hat die Stadt es versäumt, unsere Schulen mit zeitgemäßen digitalen Medien und entsprechender Grundausstattung zu versorgen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass man jetzt übereilt Entscheidungen treffen darf, die nicht ausreichend durchdacht sind und am Ende zu Lasten von Schülern, Lehrern und Eltern gehen. Genau das ist aber in der Ratssitzung am 18.12.2019 mit den Stimmen von CDU und FDP passiert.

 

Da wurde zum einen ein starres Medien-Konzept „Whiteboards statt grüne Tafeln“ allen Schulen in ganz Dorsten übergestülpt. Zum anderen aber, wurde eine Entscheidung getroffen, die unmittelbar jedes einzelne Schulkind unserer Stadt betrifft, vor allem aber alle Eltern in Dorsten verpflichtet:

Jeder einzelne Schüler in Dorsten soll künftig ein Tablet – genauer ein Apple iPad – anschaffen. Die Eltern werden mit diesem Ratsbeschluss tatsächlich verpflichtet, die Tablets bei privaten Unternehmen zu leasen und die Kosten in Höhe von 400 Euro in monatlichen Leasingraten quasi zu „mieten“. Eigentümer werden sie damit nicht. Das Gerät muss am Ende zurückgegeben werden.

„Das beschlossene Digitalisierungskonzept ist insgesamt kein zu Ende gedachtes Konzept. Dazu sind viel zu viele Frage offen“, so Jennifer Schug, Vorsitzende der Dorstener SPD. „Die Entscheidung, alle Eltern zu Leasingverträgen zu zwingen, halte ich aber in vielerlei Hinsicht für höchst bedenklich!“

Darf der Rat solche Entscheidungen für alle Schulen überhaupt beschließen? Kann und darf die Stadt ihre Bürger verpflichten, Leasingverträge mit privaten Firmen einzugehen?

Ist dieser Plan pädagogisch sinnvoll? Können und wollen tatsächlich alle Schulen und Lehrer in Dorsten ihren Unterricht komplett auf iPads umstellen? Bekommen dann alle Lehrer ein Dienst-iPad oder müssen sie es selbst anschaffen?

Was ist mit den Familien, die sich solch ein Tablet für ihr Kind oder für ihre Kinder nicht leisten können/wollen? Was ist mit den nicht unerheblichen weiteren Zahlungen, die Eltern bereits jetzt leisten? (Eigenanteil Schulbücher, Kopiergeld, Taschenrechner, u.v.m.)

„Die Stadt Dorsten kann und muss kostenfreie Bildung für alle bereitstellen. Das ist der richtige Ansatz!“, so Jennifer Schug. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Schulen auf Kosten der Eltern modernisiert werden. Konzepte dazu gibt es genügend, viele der umliegenden Städt machen es uns vor.“

 
 

Jennifer Schug 
Stadtverbandsvorsitzende
stadtverband@spd-dorsten.de

Friedhelm Fragemann
Ratsfraktionsvorsitzender

fraktion@spd-dorsten.de

Termine

Alle Termine öffnen.

21.04.2020, 19:30 Uhr - 22:00 Uhr Mitgliederversammlung

14.05.2020, 19:30 Uhr - 22:00 Uhr SPD-Bürgerstammtisch
Themenoffen

19.05.2020, 19:30 Uhr - 22:00 Uhr Mitgliederversammlung

Alle Termine

Counter

Besucher:3317684
Heute:92
Online:10

SPD Stadtverband

Halterner Straße 28
46284 Dorsten
Tel.: 02362 / 98140
Fax: 02362 / 98141
E-Mail: stadtverband@spd-dorsten.de

Öffnungszeiten SPD-Bürgerbüro
Montag bis Freitag:
9:00 - 12:00 Uhr

SPD Ratsfraktion

Halterner Straße 28
46284 Dorsten
fraktion@spd-dorsten.de

WebsoziInfo-News

08.04.2020 16:30 Pressemitteilung von Norbert Walter-Borjans und Rolf Mützenich „Sofortprogramm für die Zukunft Europas schnell umsetzen!“
Der SPD-Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans und der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Rolf Mützenich erklären: „Die Niederlande müssen die Blockade einer schnellen Unterstützung vor allem für Italien und Spanien beenden. Andernfalls ist nicht nur die wirtschaftliche Normalisierung in ganz Europa bedroht, sondern das jahrzehntelange Friedens- und Erfolgsprojekt EU insgesamt. Der von Olaf Scholz vorgeschlagene Weg über Finanzhilfen von

08.04.2020 16:24 Bonus-Tarifvertrag für Pflegekräfte muss für alle gelten
Der von der Bundesvereinigung Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) und ver.di ausgehandelte Tarifvertrag über einen einmaligen Bonus für Pflegekräfte muss für allgemeinverbindlich erklärt werden. Nur so kommt die Zahlung allen Beschäftigten zu Gute. „Es ist ein wichtiges Zeichen in einer schweren Zeit. Ver.di und der BVAP haben einen tarifvertraglichen Bonus von 1500 Euro ausgehandelt. Es

08.04.2020 16:23 Bärbel Bas zum BAföG während der Corona-Krise
Wir brauchen einen schnellen und vereinfachten Zugang zum BAföG Dass Einkommen aus systemrelevanten Bereichen während der Corona-Krise nicht auf das BAföG angerechnet werden, begrüßt Bärbel Bas. Sie mahnt aber, auch an die Studierenden zu denken, die bisher kein BAföG erhalten. „Das Bundeskabinett will Einkommen aus allen systemrelevanten Bereichen während der Corona-Krise nicht auf das BAföG anrechnen, das

08.04.2020 16:21 Westphal/Töns zum Außenwirtschaftsgesetz
Reform des Außenwirtschaftsgesetzes: Vorausschauende Prüfung, verbesserter Schutz Das Bundeskabinett hat heute einen Gesetzentwurf zur Änderung des Außenwirtschaftsgesetzes beschlossen. Unternehmen, die für die öffentliche Ordnung und Sicherheit von Bedeutung sind, sollen effektiver vor ausländischen Übernahmen geschützt werden. Dazu wird insbesondere der Prüfmaßstab für die Investitionsprüfung angepasst. „In Corona-Zeiten ist das Interesse ausländischer Investoren groß, deutsche Unternehmen

01.04.2020 19:27 Tracking-Apps müssen Freiwilligkeit, Privatheit und Datenschutz gewährleisten
SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken begrüßt das Ergebnis der Arbeit von 130 Wissenschaftlern an einer Handy-App gegen die Ausbreitung von Corona- Infektionen: „Mit Hochdruck arbeiten Wissenschaft und Politik in aller Welt an Lösungen, wie die Ausbreitung der Corona-Infektion gestoppt oder zumindest gebremst werden könnte. Der Einsatz einer Handy-App, die relevante Kontakte mit anderen App-Nutzern registriert und im Fall einer

Ein Service von websozis.info