21.09.2018 in Familie und Jugend von SPD Rhade

Waldkindergarten in Dorsten? Im Prinzip ja, aber ...

 
Ludger Böhne, stellv. Pressesprecher der Stadtverwaltung beantwortet: 3 Fragen an ... (Foto Stadtverwaltung)

Rhader SPD fragt die Verwaltung – Antworten zeigen, warum es eigentlich nicht geht

3 Fragen der Rhader SPD an den Leiter des städtischen Amtes für Familie, Jugend und Schule Stefan Breuer, werden vom Pressesprecher Ludger Böhne beantwortet. Unsere Fragen und die Antworten stellen wir unkommentiert dem Leser zur Verfügung. Geplant ist, etwas später diese Antworten gesondert zu bewerten. Aus Sicht der Rhader SPD.

Frage 1: Warum fehlen in Dorsten Kindergartenplätze, obwohl der Bedarf doch genau vorausberechnet werden kann?

Antwort: Im Jugendhilfeausschuss wurde am 05.09.2018 der Kindertagesstättenbedarfsplan für die Jahre 2018-2022 beschlossen. Hier werden ausführlich die Platzsituation, die mögliche Entwicklung des Bedarfes von Eltern und die geplanten Maßnahmen beschrieben. Er ist öffentlich einsehbar unter https://dorsten.more-rubin1.de/sitzungen_top.php

Durch den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr entsteht Bedarf oft kurzfristig. In Prognosen muss neben Bevölkerungsentwicklung und Entstehung von Baugebieten auch das mögliche Inanspruchnahmeverhalten der Eltern eingerechnet werden. Dies ist aber – anders als in der Frage unterstellt – kaum vorherzusagen.

Die Frage erweckt außerdem den Eindruck, als blieben Kinder unversorgt. Das ist nicht richtig: Wie in den vergangenen Jahren konnten auch zu diesem Kindergartenjahr wieder alle gemeldeten Bedarfe bedient werden. Dabei wurden die gesetzlichen Möglichkeiten der genehmigten Überbelegung und die Einrichtung von provisorischen Gruppen genutzt. Um mittelfristig genügend Regelplätze anbieten zu können, werden weitere Ausbauten notwendig. Dazu gibt es Planungen und Gespräche. Ein weiterer Ausbau ist aber auch abhängig von Förderprogrammen von Bund und Land.

Frage 2: Wären Waldkindergartengruppen, die bereits mehrfach vorgeschlagen wurden, eine Dorstener Attraktivitätssteigerung und Lösung?

04.06.2018 in Familie und Jugend von SPD Rhade

Statistik verleitet nicht selten zum Selbstbetrug

 
Dr. Hans-Udo Schneider

Dr. Hans-Udo Schneider kommentiert Verwaltungsmitteilung: Masse statt Klasse

Mit Stolz verkündet die Stadtverwaltung: „Die Nachfrage konnten wir komplett bedienen“. Was vordergründig wie ein großer Erfolg aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Täuschung. Noch mehr Leistungsdruck auf eh schon überlastete Erzieherinnen, Einschränkungen im Raumprogramm und damit verbunden die weitere Senkung pädagogischer Standards. Hier kommt sie wieder zum Vorschein, die Illusion, als sei Arbeit im Kindergarten ein Kinderspiel. Immer lauter werden die Klagen der Grundschulen, über mangelnde Schulreife, fehlende sprachliche und soziale Kompetenzen und die Zunahme von Verhaltensproblemen, von den Herausforderungen der Migrantenkinder ganz zu schweigen. Ungleichheit wird so gefördert, Integration verhindert. Seit Jahrzehnten fehlt der Stadt eine Konzeption frühkindlicher Erziehung. Wer sich vom Diktat knapper Kassen leiten lässt, wird die Probleme verschärfen. In der Zeit zurückgehender Kinderzahlen sind Einrichtungen voreilig geschlossen worden. Die Chance in benachteiligten Stadtteilen Qualitätsstandards zu setzen, wurde wieder einmal verpasst.

Dr. Hans Udo Schneider, Dipl. Psych. /Psychotherapeut

Wird morgen fortgesetzt. Siehe auch dazu unseren Bericht auf dieser Internetseite: „Schafft endlich mehr Chancengleichheit!“ vom 23. Mai 2018

18.05.2018 in Familie und Jugend von SPD Rhade

Jugendämter senden Alarmsignal - überfordert, unterbesetzt, allein gelassen

 

Umfrage macht nachdenklich - Ist Dorsten außen vor?

Eine repräsentative bundesweite Umfrage der Hochschule Koblenz unter den Jugendämtern in Deutschland hat ein niederschmetterndes Ergebnis erbracht. 2017 mussten 14 000 Mitarbeiter 1 080 000 Fälle bearbeiten. Tendenz: Ständig steigend. Darunter 84 000 sogenannte Inobhutnahmen - ein trauriger Rekord. Das sind Jugendliche, die vergewaltigt wurden, die vernachlässigt wurden, die misshandelt wurden - die Liste der Grausamkeiten ist lang und länger. Kurz: Kinder und Jugendliche, die vor versagenden Eltern staatlich geschützt werden müssen. Ein Drittel aller Jugendämter kann diese Aufgabe nicht oder nur eingeschränkt erfüllen. Ein Alarmsignal, das überall gehört werden sollte. Es fehlen Fachkräfte, es fehlt Zeit für Qualifizierung, es fehlt an Wertschätzung der Mitarbeiter, es fehlen Finanzmittel. Obwohl sich der Etat für die Jugendämter in den letzten 10 Jahren verdoppelt hat, auf 12,2 Milliarden(!) Euro, sind die Lücken im System unübersehbar. Die Forderung an den Bund und die Länder lautet: Endlich die Mittel bereit zu stellen, die notwendig sind. So das Fazit der Untersuchung. Fast vergessen ist, dass das Jugendamt Dorsten vor nicht langer Zeit negative Schlagzeilen mit dem Fall „Paul“ lieferte. Auch hier wurde eklatantes Versagen überforderter Mitarbeiter aufgezeigt. Die Folge: Das Jugendamt wurde umstrukturiert und neu aufgestellt. Die Untersuchung der Hochschule Koblenz wäre für die Verwaltung und den Stadtrat eine gute Gelegenheit Bilanz zu ziehen, was sich geändert hat und was noch zu tun ist. „Für jedes Kind, das zu spät - oder zu früh - aus Familien geholt wird, ist es eine persönliche Katastrophe“, so endet ein Bericht in der Süddeutschen Zeitung zum bedrückenden Thema.

Eigener Beitrag auf Grundlage des Artikels „Hilflos in die Katastrophe“, SZ 16. Mai 2018

22.07.2017 in Familie und Jugend von SPD Rhade

Hans-Udo Schneider bleibt hartnäckig - Fall „Paul“ gehört nicht in die Ablage

 

Eine persönliche Stellungnahme von Dr. Hans-Udo Schneider:

Erst nach Ankündigung von Rechtsmitteln bequemt sich die Stadt zu rechtmäßigem Verhalten. Der Fall „Paul“ bleibt auf der Tagesordnung.

Auf der Grundlage von Tarnen und Täuschen, mit halben Wahrheiten und ganzen Lügen kann ein wirklicher Neuanfang im Jugendamt nicht gelingen. 

Mehr denn je drängen sich nunmehr folgende Fragen auf:

- warum wollte die Stadt unter allen Umständen eine öffentliche Diskussion vermeiden

- welche Konsequenzen hat die Stadt aus dem Fall „Paul“ gezogen? Wie sehen die Umstrukturierungsmaßnahmen im Jugendamt  konkret aus?

- warum werden keine Rückforderungen an die LIFE GmbH Bochum gestellt?

- Wie nimmt der JHA als Fachausschuss künftig seine Kontrollfunktion wahr?

Zu 1) Die Offenlegung des RPA- Berichtes (Rechnungsprüfungsamt) hat noch einmal bestätigt, was bereits vorher klar war: Mindestens über 6/7 Jahre war das Jugendamt der Stadt Dorsten ...

16.01.2017 in Familie und Jugend

Bundesprogramm fördert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

 
Michael Gerdes, Bundestagsabgeordneter für Dorsten.

Im Rahmen des ersten Moduls fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Einrichtungen, die ihre Öffnungszeiten erweitern. So sollen mehr Betreuungsangebote außerhalb der Regelzeiten geschaffen werden – vor 8.00 und nach 16.00 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen. Mit dem zweiten Modul werden ab Februar Netzwerkstellen in örtlichen Jugendämtern eingerichtet. Sie sollen die Zusammenarbeit mit Arbeitsagenturen und Jobcentern, Vereinen, Verbänden und regionalen Unternehmen beim Thema Betreuung verbessern.
 

23.12.2016 in Familie und Jugend

Der Fall „Paul“ – Eine wahre Geschichte

 
Paul inmitten seiner neuen Familie.

„Kein Kind zurücklassen“

Es war einmal ein Kind. 11 Jahre alt. Im Alter von 4 Jahren verstarb sein Vater; die Mutter war psychisch erkrankt. Die Entwicklung des Jungen, wir wollen ihn Paul nennen, war dadurch nicht so glatt, wie wir uns das allgemein vorstellen. 2008 - nach dem Tod des Vaters - musste das Jugendamt Dorsten „den Fall“ übernehmen. Auf Grundlage diverser, sich widersprechender  Dokumente, wurde 2014 nach Aktenlage entschieden, etwas besonders Gutes für „Paul“ zu tun. Eine Firma hatte die Geschäftsidee, den 11- Jährigen allein nach Ungarn zu schicken, um ihn dort „auf Linie“ bringen zu lassen. Das Honorar für diese Leistung war gewaltig, wurde aber von der Stadt Dorsten gerne bezahlt. Das Problem war jetzt weit weg. Ein Verwandter von Paul fragte kritisch nach und machte sich so im Rathaus äußerst unbeliebt. Er schaffte es aber, hartnäckig und furchtlos, Paul aus den teuren Verträgen, die zwischen Dorsten und der in die Kritik geratenen „Erziehungsfirma“ geschlossen wurden, zu „befreien“. Er beantragte gemeinsam mit seiner Ehefrau die Vormundschaft, und Paul wurde als Pflegekind in die Familie aufgenommen. Ende gut alles gut. Diese wahre Geschichte hat aber noch viele Unterkapitel, die heute nicht erzählt werden sollen. Wer will, kann auf der Internetseite des SPD-Ortsvereins Rhade den Suchbegriff "Paul" eingeben. Viele „Treffer“ zeigen, dass die Rhader SPD mit ihrer Berichterstattung, den Satz von unserer Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, KEIN KIND ZURÜCKLASSEN, ernst genommen hat.

 

23.12.2016 in Familie und Jugend von SPD Rhade

Der Fall „Paul“ – Eine wahre Geschichte

 
Paul inmitten seiner neuen Familie.

„Kein Kind zurücklassen“

Es war einmal ein Kind. 11 Jahre alt. Im Alter von 4 Jahren verstarb sein Vater; die Mutter war psychisch erkrankt. Die Entwicklung des Jungen, wir wollen ihn Paul nennen, war dadurch nicht so glatt, wie wir uns das allgemein vorstellen. 2008 - nach dem Tod des Vaters - musste das Jugendamt Dorsten „den Fall“ übernehmen. Auf Grundlage diverser, sich widersprechender  Dokumente, wurde 2014 nach Aktenlage entschieden, etwas besonders Gutes für „Paul“ zu tun. Eine Firma hatte die Geschäftsidee, den 11-Jährigen allein nach Ungarn zu schicken, um ihn dort „auf Linie“ bringen zu lassen. Das Honorar für diese Leistung war gewaltig, wurde aber von der Stadt Dorsten gerne bezahlt. Das Problem war jetzt weit weg. Ein Verwandter von Paul fragte kritisch nach und machte sich so im Rathaus äußerst unbeliebt. Er schaffte es aber, hartnäckig und furchtlos, Paul aus den teuren Verträgen, die zwischen Dorsten und der in die Kritik geratenen „Erziehungsfirma“ geschlossen wurden, zu „befreien“. Er beantragte gemeinsam mit seiner Ehefrau die Vormundschaft, und Paul wurde als Pflegekind in die Familie aufgenommen. Ende gut alles gut. Diese wahre Geschichte hat aber noch viele Unterkapitel, die heute nicht erzählt werden sollen. Wer will, kann auf dieser Internetseite den Suchbegriff Paul eingeben. Viele „Treffer“ zeigen, dass die Rhader SPD mit ihrer Berichterstattung, den Satz von unserer Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, KEIN KIND ZURÜCKLASSEN, ernst genommen hat.

Was macht „Paul“ heute? Wir haben nachgefragt und dokumentieren die erhaltene Antwort von „Pauls“ Familie. Machen Sie sich selbst ein Bild. Erinnern Sie sich bitte auch an die (Vor)Urteile des Dorstener Jugendamtes. Vergessen Sie nicht, dass der Fall Paul eine Lawine an Nachfragen und Untersuchungen ausgelöst hat. „Mit Kindern Kasse machen“, so eine WDR-TV-Dokumentation, die jetzt von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände mit dem Sozialpreis 2016 ausgezeichnet wurde.

Pauls Familie schreibt:

25.09.2016 in Familie und Jugend von SPD Rhade

Heute: Weltkindertagsfest in Dorsten - SPD dabei

 

Jusos Dorsten mit beispielhafter Aktion

Einmal im Jahr wird auch in Dorsten mit einem bunten Fest auf dem Marktplatz unübersehbar daran erinnert, dass alle Kinder, unabhängig von der Herkunft, unsere Zukunft sind. Die Dorstener Jusos unterstützen diesen Tag mit eigenen Aktionen - wie in jedem Jahr. Ein tolles Engagement, das mit einem Besuch belohnt werden sollte. Kinder erhalten ein kleines Geschenk, Erwachsene können die Gelegenheit zum Gespräch nutzen. (12 - 18 Uhr)

25.09.2016 in Familie und Jugend von SPD Rhade

Manuela Schwesig, SPD-Bundesministerin zum Weltkindertag

 

Kinder sind unsere Zukunft

 Weltkindertag. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kindern ein Zuhause geben“. Das heißt, allen Kindern ein gutes Aufwachsen in einer kindergerechten Lebenswelt zu ermöglichen. Kinder sind unsere Zukunft. Ihre Rechte müssen geachtet werden - egal wo sie aufwachsen, herkommen, wie alt sie sind oder wie sie aussehen. Dafür setze ich mich ein. Allen Kindern einen schönen Weltkindertag!

Manuela Schwesig

17.08.2016 in Familie und Jugend von SPD Rhade

Heute – Kultur für alle im Carola Martius-Haus

 

Ferienspaß 2016: Kasperle-Theater kommt

Tritratrullala … Wer erinnert sich nicht gerne an seine Kindheit und Kasperle-Vorführungen? Die erzählten Geschichten sind einfach, spannend, regen zum Mitmachen an und trennen sofort erkennbar, das Gute vom Bösen. Leider haben sich Puppenbühnen mit dem klassischen Kasper etwas rar gemacht. Umso schöner, dass in Rhade seit fast 10 Jahren im Rahmen des Ferienspaßes eine Tradition gepflegt wird, die nicht nur die kleinen Zuschauer in den Bann zieht. Heute ist es soweit. Kasper und der Räuber – mehr muss nicht verraten werden. Um 15 Uhr wird der kleine Bühnenvorhang im Carola Martius-Haus aufgezogen. Brigitte Hartwich, Organisatorin freut sich, wieder in glänzende Kinderaugen blicken zu können. Eintritt, wie immer, Dank großzügiger Sponsoren, frei.

Jennifer Schug 
Stadtverbandsvorsitzende
stadtverband@spd-dorsten.de

Friedhelm Fragemann
Ratsfraktionsvorsitzender

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