Vortrag im VHS-Forum: Klaus Dörner sieht die Zukunft heimfrei

Veröffentlicht am 04.12.2009 in Senioren

Foto: Hakan Keser

DORSTEN Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner stellte am Dienstag im VHS-Forum u.a. sein Buch „Leben und sterben, wo ich hingehöre: Dritter Sozialraum und neues Hilfesystem“ vor.

Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner hielt am Dienstag im VHS-Forum einen Vortrag über den Umgang mit dem demoskopischen Wandel.

Den Vortrag hielt er im Rahmen der Veranstaltung „Leben und sterben, wo ich hingehöre“ des Industrie- und Pfarramts in Kooperation mit dem Seniorenbeirat und dem Sozialamt der Stadt Dorsten am Dienstag im VHS-Forum. Grundthemen waren neue Ansätze und Erkenntnisse für Hilfs- und Pflegebedürftige.



Hintergrund ist die demoskopische Entwicklung, die nach Dörners Feststellung längst dazu geführt hat, dass unsere Gesellschaft mit der größten Zahl an Hilfebedürftigen in der Geschichte konfrontiert ist.



Dramatischer Anstieg



Prof. Dörner legte dar, dass der dramatische Anstieg des Hilfebedarfs in den letzten Jahren nicht mit dem Profisystem, das sich seit Beginn der Industrialisierung etabliert hat, aufgefangen werden kann.



Der Trend, dass mit dem Fortschritt stationäre Betreuung vor ambulanten Lösungen zu bevorzugen sei, ist nach seiner Ansicht umgekehrt. Um diese These zu untermauern führte er die Heimquote an, die in den letzten Jahren von 25 auf 19 Prozent gesunken sei.



Die Begründung liege darin, dass seit 1980 die Menschen wieder den sozialen Raum wiederentdeckt hätten. Belegen ließe sich das durch die Zahl der Bürgervereine, Selbsthilfegruppen, der Hospizbewegung oder Bürgerstiftungen. Die Vorteile von ambulanten Lösungen, die in Nachbarschaftshilfe eingebettet sind, zeigten, dass das Prinzip der Wahlverwandtschaft funktioniere.



Menschliche Zuwendung



Alleine in den letzten vier Jahren habe sich die Zahl der Hauptpflegepersonen, die nicht zur Blutsverwandtschaft gehören, von drei auf elf Prozent verdreifacht.



„Small ist beautiful“, erklärte Prof. Dörner, der ferner feststellte, dass die Größe der Heime ins Gegenteil umschlüge. Denn in kleineren ambulanten Lösungen werde zwei bis drei Mal mehr menschliche Zuwendungszeit erwirtschaftet, womit auch der Wirtschaftsvorteil von großen Heimen abhanden käme. Als Beispiel, in welche Richtung sich ein solcher Lösungsansatz entwickeln kann, führte er die Stadt Bielefeld an, in der es mit 70 ambulanten Gruppen Heimfreie-Zonen im gesamten Stadtgebiet gebe.
(Aus Dorstener Zeitung 3. Dezember 2009)

 
 

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