„Welches Spiel spielt Stockhoff?“

Veröffentlicht am 17.07.2018 in Kommunalpolitik

Der Dorstener Landtagsabgeordnete Michael Hübner begrüßt die einstimmige Entscheidung des Dorstener Rates, das in die Jahre gekommene Rathaus  zu sanieren. „Es ist selbstverständlich, dass diejenigen, die gute Arbeit für die Menschen in den Städten und im Kreis leisten, sichere und zumutbare Arbeitsplätze haben. Das gilt natürlich für die Beschäftigten in Dorsten ebenso wie für die in der Kreisverwaltung.“ Dass der Dorstener Bürgermeister aber exakt das gleiche Verfahren und Vorgehen bei der Entscheidung zur Sanierung des Kreishauses anzweifelt und kritisiert, während er es für seine eigenen Mitarbeiter begrüßt, zeugt von Doppelmoral. „Hier wird mit zweierlei Maß gemessen und auf dem Rücken von 1.260 Beschäftigten des Kreises ein politisches Spiel gespielt “.

Im Juni hat der Kreistag mehrheitlich einen Neubau des dringend sanierungsbedürftigen Kreishauses in Recklinghausen beschlossen. Grundlage für diese Entscheidung war eine umfassende Wirtschaftlichkeitsanalyse, die alle möglichen Handlungsoptionen aufgezeigt hat. Entsprechend des Auftrags der Politik haben die Fachleute der Kreisverwaltung gemeinsam mit externen Beratern die wirtschaftlichste Lösung erarbeitet und verschiedene Sanierungs- und Neubauvarianten untersucht. Hierbei handelt es sich um ein Standardverfahren, welches in allen Verwaltungen Anwendung findet – so auch jetzt in Dorsten. „Warum Herr Stockhoff aber das Vorgehen beim Kreis Recklinghausen so vehement kritisiert hat, während er selbst nichts anderes macht, ist überhaupt nicht nachvollziehbar“, so Michael Hübner.

Der Dorstener Bürgermeister gehörte mit den vier weiteren CDU-Bürgermeistern im Kreis sowie dem damals noch parteilosen Fred Toplak aus Herten direkt vor der Kreistagsentscheidung zu den deutlichen Kritikern des Kreishaus-Neubaus. In einem gemeinsamen Schreiben wurde mit dem Verweis auf die fehlende Sanierung von Schulen und Kindergärten, für die die Städte selbst zuständig sind, gezielt Stimmung gegen den Kreis gemacht. Daraus resultiert auch das Bürgerbegehren gegen den Kreishaus-Neubau, das ein Dorstener initiiert hat. „Die gleichen Argumente, die der Bürgermeister bei der Entscheidung zur Sanierung des Kreishauses kritisiert, nutzt er nun in den sozialen Netzwerken, um die Sanierung des Dorstener Rathauses zu rechtfertigen. Das ist zynisch“, sagt Hübner.

Herr Stockhoff macht mit seinem bedenklichen Verhalten deutlich, dass nach seiner Auffassung die rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises, die Tag für gute und wertvolle Arbeit für über 600.000 Bürgerinnen und Bürger in unserem Kreis leisten, nach einem schlechteren Standard bemessen werden sollen als seine Beschäftigten im Rathaus. Hübner stellt fest: „Hier wird versucht, die kommunale Familie auf übelste Weise gegeneinander auszuspielen.“
Befremdlich ist auch, dass der Dorstener Bürgermeister eine Entscheidung mit einer solchen Tragweite im nicht-öffentlichen Teil hat beraten lassen. Auf der einen Seite fordert er volle Transparenz, auf der anderen Seite verweigert er selbige seinen Bürgerinnen und Bürgern.

 
 

Jennifer Schug 
Stadtverbandsvorsitzende
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